Modellbasierte Schätzung des Immunisierungsgrades in Österreich

Basiernd auf aktuellen Arbeiten ( BMC Infectious Diseases https://doi.org/10.1186/s12879-020-05737-6 , Preprint https://doi.org/10.1101/2021.03.10.21253251 ), wird jeweils monatlich aktualisiert eine modellbasierte Einschätzung des Effekts der natürlichen und Impfimmunisierung öffentlich zu Verfügung gestellt. Dies ermöglicht es, die bereits effektiv erfolgte Reduktion der Ausbreitungsdynamik durch diesen Aspekt einzuordnen.

Modellbasierte Schätzung des Immunisierungsgrades vom 01.03.2021 (csv-Datei) - Grafik

Modellbasierte Schätzung des Immunisierungsgrades vom 01.04.2021 (csv-Datei) - Grafik

Modellbasierte Schätzung des Immunisierungsgrades vom 01.05.2021 (csv-Datei) - Grafik

Bis 1. Mai 2021 waren in etwa ein Drittel (ca. 3 Millionen) der österreichischen Bevölkerung immunisiert, dabei waren 19 % von einer SARSCoV-2-Infektion betroffen (erhobene Fälle und Dunkelziffer) sowie 14,5 % (ausschliesslich) durch eine Impfung immunisiert. Dies führt zu einer Verringerung der effektiven Reproduktionszahl um 23% im Vergleich zu einer voll anfälligen Bevölkerung (bzw. wäre die aktuelle effektive Reproduktionszahl bei einer voll anfälligen Bevölkerung um 30% höher als aktuell).

Im Vergleich 1. März 2021 waren ca. 15% durch Erkrankung immunisiert und 2,4% rein durch impfen. Dies führte zu einer Verringerung der effektiven Reproduktionszahl um 11,7% im Vergleich zu einer voll anfälligen Bevölkerung. Bis 1. April 2021 waren 25,1% (18,2 % von einer SARSCoV-2-Infektion betroffen, sowie 6,9% (ausschliesslich) durch eine Impfung) immunisiert. Dies führte zu einer Verringerung der effektiven Reproduktionszahl um 17,7% im Vergleich zu einer voll anfälligen Bevölkerung.

Zur Modellierung des Eintretens des Beitrages der Wirkung der Impfung: Prozentwerte der Wirksamkeit sowie Dauer der Verzögerung der Wirkung beeinflussen die modellierte Immunisierung der Bevölkerung. Die Annahmen sind hier zusammengefasst: siehe Abbildung Für mehr Information zur Impfmodellierung verweisen wir auf das Projekt COVID-TAV (https://www.dwh.at/news/covid-19-entscheidungsgrundlage-fur-gezielte-impfstrategien-vorgestellt/, https://www.umit-tirol.at/page.cfm?vpath=departments/public_health/tavcovid19&switchLocale=de_AT), zugehörige Publikation im Review.

Gefördert von der Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) COVID-19 Emergency Call, dem Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds (WWFT) COVID-19 Rapid Response Funding und dem Medizinisch-Wissenschaftlichen Fonds des Bürgermeisters der Bundeshauptstadt Wien